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Re: Nationalliberalismus ein Weg für Neuprofilierung der FDP?
OliverK schrieb:
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> Auch wenn der Anteil der fundamentalistischen
> Muslime an allen Muslimen sicherlich höher ist als
> jener der fundamentalistischen Christen an allen
> Christen (in Deutschland), glaube ich nicht, dass
> all das, was im Koran steht (und was nur nach
> einer fundamentalistischen Lesart so schröcklich
> ist, wie es scheinen mag), für eine Mehrheit der
> in Deutschland lebenden Muslime eine verbindliche
> Leitschnur ist.
Das dachte ich auch. Natürlich gibt es da auch die Barmherzigkeits-Stellen. In vielen Fällen wird der Koran aber sehr konkret - fundamentalistische oder auch nicht fundamentalistische Interpretationsmöglichkeiten gibt es m.E. zumindest dort nicht. Auch an den Stellen, wo konkrete Gebote ausgesprochen werden, hat der Gläubige relativ wenig Spielraum für Lesarten.
Sie haben aber recht: "Moderne" Muslims setzen den Koran in den Kontext der damaligen Zeit. Insofern gibt es sicher fundamentalistische und weniger fundamentalistische Lebensausrichtungen nach dem Koran. Die Schiiten (bspw. im Iran) haben eine "reformierte" Sichtweise, die Saudis (ich komme gerade nicht auf den Namen der religiösen Speilart) hingegen eine buchstabengetreue.
Wie es mit den Muslims in Deutschland steht, weiss ich nicht. In England soll angeblich jeder dritte Muslim die Einführung der Sharia befürworten ( [blog.zeit.de]). Vermutlich werden die Zahlen in Deutschland in ähnlicher Größenordung mit zunehmenden Trend zu finden sein - so schätze ich sie jedenfalls nach meinen persönlichen Erfahrungen als (zugewanderter, aber laaaaaaangjähriger) Berliner ein. Anders als früher scheinen gerade die jugendlichen Türken und Araber jeden zweiten Satz mit "Allah" zu beginnen oder zu beenden. Die Vokabeln "inschallah", "haram" und "halal" wird vermutlich -anders als noch vor einigen Jahren- ebenfalls jeder Berliner zur Genüge kennen.
Mir bereitet dies Sorge - alles deutet darauf hin, dass Huntington durchweg recht behält. Aber wie gesagt: Hier hilft keine Ausgrenzung, sondern nur eine konsequente Auseinandersetzung mit den Problemen, wie sie ja auch von Ihnen und Herrn ptr m.E. in vorangegangenen Beiträgen recht treffend beschrieben wurde.
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> Auch wenn der Anteil der fundamentalistischen
> Muslime an allen Muslimen sicherlich höher ist als
> jener der fundamentalistischen Christen an allen
> Christen (in Deutschland), glaube ich nicht, dass
> all das, was im Koran steht (und was nur nach
> einer fundamentalistischen Lesart so schröcklich
> ist, wie es scheinen mag), für eine Mehrheit der
> in Deutschland lebenden Muslime eine verbindliche
> Leitschnur ist.
Das dachte ich auch. Natürlich gibt es da auch die Barmherzigkeits-Stellen. In vielen Fällen wird der Koran aber sehr konkret - fundamentalistische oder auch nicht fundamentalistische Interpretationsmöglichkeiten gibt es m.E. zumindest dort nicht. Auch an den Stellen, wo konkrete Gebote ausgesprochen werden, hat der Gläubige relativ wenig Spielraum für Lesarten.
Sie haben aber recht: "Moderne" Muslims setzen den Koran in den Kontext der damaligen Zeit. Insofern gibt es sicher fundamentalistische und weniger fundamentalistische Lebensausrichtungen nach dem Koran. Die Schiiten (bspw. im Iran) haben eine "reformierte" Sichtweise, die Saudis (ich komme gerade nicht auf den Namen der religiösen Speilart) hingegen eine buchstabengetreue.
Wie es mit den Muslims in Deutschland steht, weiss ich nicht. In England soll angeblich jeder dritte Muslim die Einführung der Sharia befürworten ( [blog.zeit.de]). Vermutlich werden die Zahlen in Deutschland in ähnlicher Größenordung mit zunehmenden Trend zu finden sein - so schätze ich sie jedenfalls nach meinen persönlichen Erfahrungen als (zugewanderter, aber laaaaaaangjähriger) Berliner ein. Anders als früher scheinen gerade die jugendlichen Türken und Araber jeden zweiten Satz mit "Allah" zu beginnen oder zu beenden. Die Vokabeln "inschallah", "haram" und "halal" wird vermutlich -anders als noch vor einigen Jahren- ebenfalls jeder Berliner zur Genüge kennen.
Mir bereitet dies Sorge - alles deutet darauf hin, dass Huntington durchweg recht behält. Aber wie gesagt: Hier hilft keine Ausgrenzung, sondern nur eine konsequente Auseinandersetzung mit den Problemen, wie sie ja auch von Ihnen und Herrn ptr m.E. in vorangegangenen Beiträgen recht treffend beschrieben wurde.
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