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Re: Nationalliberalismus ein Weg für Neuprofilierung der FDP?
JakobGruen schrieb:
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> OliverK schrieb:
> --------------------------------------------------
> > > Man sollte die Islamisierung nicht als
> > gottgegeben
> > > und natürlich akzeptieren. Desweiteren ist
> dies
> > ja
> > > nicht nur ein rein deutsches Phänomen,
> sondern
> > > eine Bedrohung für ganz Westeuropa. Das,
> wofür
> > > Europa steht, wird nicht mehr so sein, sollte
> > man
> > > alles so fahrlässig sehen, wie Sie.
> >
> > Ich stimme Ihnen doch zu, dass Deutschland ein
> > viel stringenteres Ausländerrecht braucht. Aber
> > nicht, um Muslime draußen zu halten (oder
> wieder
> > raus zu bekommen). Sondern, um
> > Nicht-Integrationsfähige oder -willige draußen
> zu
> > halten (oder wieder raus zu bekommen).
>
> Wie carlito sehe ich auch hier ein großes Problem:
> Die Schnittmenge der Muslime und der
> Nicht-Integrationsfähigen oder -willigen ist
> eindeutig zu groß. Dies liegt m.E. an grundlegend
> inkompatiblen Grundwerten des Islams und der
> westlichen Gesellschaften, darüber hinaus auch
> daran, dass Rechtsordnungen nicht zusammenpassen.
Ich stimme Ihnen zu, dass viel zu viele Muslime, die nicht integrationsfähig oder -willig sind, bei uns leben. Völlig klar. Das kann m.E. niemand bestreiten, der aufmerksam durch unsere Großstädte geht und die Entwicklung verfolgt. Allerdings gibt es nach meiner Beobachtung etwa ebenso viele bestens integrierte Muslime (bzw. Menschen mit muslimischen Wurzeln) bei uns, wie es nicht-muslimische Nicht-Integrationsfähige und -willige gibt. Deshalb sage ich: Es ist nicht die Frage "muslimisch - ja oder nein?", sondern "integriert bzw. integrationsfähig und -willig - ja oder nein?", die unser Ausländerrecht lenken muss.
> Dass sich hieraus ein immenses Konfliktpotential
> ergibt, ist für mich unbestritten. Bereits heute
> meint nach meiner Beobachtung im Sprachgebrauch
> der Begriff "Ausländer" fast nur noch Türken oder
> Araber, und das mit zunehmend negativem Impetus.
Ja, richtig. Wenngleich etwa die Sprachkenntnisse in der italienischen Community und v.a. in der russischen /"russlanddeutschen" Community teilweise schlechter sind als in der türkischen. Die arabische kann ich nicht beurteilen; in meiner Gegend leben m.W. kaum Araber, von dem aus Syrien stammenden Chefarzt und einigen libanesischen und ägyptischen Akademikern einmal abgesehen.
> Soweit d'accord mit carlitos "Analyse".
Mit Einschränkungen.
> Bloss: Mit carlitos vorgeschlagenen Mitteln, mit
> "nationalliberaler" Politik werden wir dieses
> Problem nicht lösen! Gefragt ist vielmehr ein
> Einwanderungsgesetz, welches -wie oliverk treffend
> beschreibt- die Nicht-Integrationsfähigen
> /-willigen potentiellen Einwanderer gar nicht erst
> ins Land (oder besser noch nach Europa) lässt.
Richtig. Und die dafür sorgt, dass solche Leute, die schon hier sind, unverzüglich ausgewiesen und abgeschoben werden, soweit dies völkerrechtlich irgendwie vertretbar und praktisch möglich ist. Dabei sollte der Familienstand dieser Leute keine Rolle spielen (was übrigens gerade Konservative, die es ja auch unter "Nationalliberalen" sehr häufig gibt, regelmäßig dezidiert anders sehen).
> Darüber hinaus fällt auf: Wenn
> "Nationalliberalismus" in die Diskussion geworfen
> wird, fallen seitens der Nationalliberalen ganz
> schnell und immer wieder die gleichen Worte, von
> denen ich "Wahrheit" am allerschlimmsten finde.
> Die Diskussion wird phrasenhafter, auch wenn ich
> carlito hier noch für einen "harmlosen", da
> vergleichsweise (!) differenzierter
> argumentierenden Vertreter halte.
Das sehe ich ähnlich.
> Ich bin guter Hoffnung, dass gerade die
> Überzeugungs-Liberalen den grundsätzlichen
> Konflikt zwischen Liberalismus und
> Nationalliberalismus durchschauen und deshalb
> relativ immun gegen diese Strömung sind, welche
> das Wort "Liberalismus" lediglich im Namen trägt
> (vgl.
> [forum.fdp-bundesverband.de]
> 26). Nicht die FDP, sondern die CDU ist die
> Partei, welche den rechten "Rand" der Gesellschaft
> abholen muss!
So ist es. Wobei ich denke, dass der rechte Rand des so eben noch demokratischen Spektrums oder der durch dieses Spektrum noch halbwegs erreichbaren Menschen gemeint sein muss.
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> OliverK schrieb:
> --------------------------------------------------
> > > Man sollte die Islamisierung nicht als
> > gottgegeben
> > > und natürlich akzeptieren. Desweiteren ist
> dies
> > ja
> > > nicht nur ein rein deutsches Phänomen,
> sondern
> > > eine Bedrohung für ganz Westeuropa. Das,
> wofür
> > > Europa steht, wird nicht mehr so sein, sollte
> > man
> > > alles so fahrlässig sehen, wie Sie.
> >
> > Ich stimme Ihnen doch zu, dass Deutschland ein
> > viel stringenteres Ausländerrecht braucht. Aber
> > nicht, um Muslime draußen zu halten (oder
> wieder
> > raus zu bekommen). Sondern, um
> > Nicht-Integrationsfähige oder -willige draußen
> zu
> > halten (oder wieder raus zu bekommen).
>
> Wie carlito sehe ich auch hier ein großes Problem:
> Die Schnittmenge der Muslime und der
> Nicht-Integrationsfähigen oder -willigen ist
> eindeutig zu groß. Dies liegt m.E. an grundlegend
> inkompatiblen Grundwerten des Islams und der
> westlichen Gesellschaften, darüber hinaus auch
> daran, dass Rechtsordnungen nicht zusammenpassen.
Ich stimme Ihnen zu, dass viel zu viele Muslime, die nicht integrationsfähig oder -willig sind, bei uns leben. Völlig klar. Das kann m.E. niemand bestreiten, der aufmerksam durch unsere Großstädte geht und die Entwicklung verfolgt. Allerdings gibt es nach meiner Beobachtung etwa ebenso viele bestens integrierte Muslime (bzw. Menschen mit muslimischen Wurzeln) bei uns, wie es nicht-muslimische Nicht-Integrationsfähige und -willige gibt. Deshalb sage ich: Es ist nicht die Frage "muslimisch - ja oder nein?", sondern "integriert bzw. integrationsfähig und -willig - ja oder nein?", die unser Ausländerrecht lenken muss.
> Dass sich hieraus ein immenses Konfliktpotential
> ergibt, ist für mich unbestritten. Bereits heute
> meint nach meiner Beobachtung im Sprachgebrauch
> der Begriff "Ausländer" fast nur noch Türken oder
> Araber, und das mit zunehmend negativem Impetus.
Ja, richtig. Wenngleich etwa die Sprachkenntnisse in der italienischen Community und v.a. in der russischen /"russlanddeutschen" Community teilweise schlechter sind als in der türkischen. Die arabische kann ich nicht beurteilen; in meiner Gegend leben m.W. kaum Araber, von dem aus Syrien stammenden Chefarzt und einigen libanesischen und ägyptischen Akademikern einmal abgesehen.
> Soweit d'accord mit carlitos "Analyse".
Mit Einschränkungen.
> Bloss: Mit carlitos vorgeschlagenen Mitteln, mit
> "nationalliberaler" Politik werden wir dieses
> Problem nicht lösen! Gefragt ist vielmehr ein
> Einwanderungsgesetz, welches -wie oliverk treffend
> beschreibt- die Nicht-Integrationsfähigen
> /-willigen potentiellen Einwanderer gar nicht erst
> ins Land (oder besser noch nach Europa) lässt.
Richtig. Und die dafür sorgt, dass solche Leute, die schon hier sind, unverzüglich ausgewiesen und abgeschoben werden, soweit dies völkerrechtlich irgendwie vertretbar und praktisch möglich ist. Dabei sollte der Familienstand dieser Leute keine Rolle spielen (was übrigens gerade Konservative, die es ja auch unter "Nationalliberalen" sehr häufig gibt, regelmäßig dezidiert anders sehen).
> Darüber hinaus fällt auf: Wenn
> "Nationalliberalismus" in die Diskussion geworfen
> wird, fallen seitens der Nationalliberalen ganz
> schnell und immer wieder die gleichen Worte, von
> denen ich "Wahrheit" am allerschlimmsten finde.
> Die Diskussion wird phrasenhafter, auch wenn ich
> carlito hier noch für einen "harmlosen", da
> vergleichsweise (!) differenzierter
> argumentierenden Vertreter halte.
Das sehe ich ähnlich.
> Ich bin guter Hoffnung, dass gerade die
> Überzeugungs-Liberalen den grundsätzlichen
> Konflikt zwischen Liberalismus und
> Nationalliberalismus durchschauen und deshalb
> relativ immun gegen diese Strömung sind, welche
> das Wort "Liberalismus" lediglich im Namen trägt
> (vgl.
> [forum.fdp-bundesverband.de]
> 26). Nicht die FDP, sondern die CDU ist die
> Partei, welche den rechten "Rand" der Gesellschaft
> abholen muss!
So ist es. Wobei ich denke, dass der rechte Rand des so eben noch demokratischen Spektrums oder der durch dieses Spektrum noch halbwegs erreichbaren Menschen gemeint sein muss.
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