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Re: Nationalliberalismus ein Weg für Neuprofilierung der FDP?
calito schrieb:
-------------------------------------------------------
> OliverK schrieb:
> --------------------------------------------------
> > "Multikulti" war niemals Staatsdoktrin. Im
> > Gegenteil: Es war viel zu lange Staatsdoktrin,
> > Deutschland sei kein Einwanderungsland (was
> > natürlich außer 1933-1945 immer Schwachsinn
> war).
> Deutschland ist kein "typisches Einwanderungsland"
> wie die USA, Kanada oder Australien - Länder mit
> weitesgehend ausgelöschten Bevölkerungsanteilen
> der Ureinwaohner. Dies ist bei Deutschland nicht
> der Fall (auch wenn mir durchaus die Einwanderung
> der Hugenotten, Polen usw. bekannt ist).
Deutschland ist ein Einwanderungsland anderen Typs. Nach Deutschland fand - von 1933 bis 1945 abgesehen - stets Einwanderung statt. Also ist Deutschland ein Einwanderungsland. Es fand auch zu fast allen Zeiten Auswanderung statt. Also ist Deutschland auch ein Auswanderungsland.
> > > und
> > > somit der weiteren unkontrollierten
> Zuwanderung
> > > Einhalt gebietet,
> >
> > Es kommt doch kaum noch jemand.
>
> Immer noch zuviel. Teil dieser unkontrollierten
> Zuwanderung ist sicherlich aber auch das
> Verschenken von deutschen Staatsbürgerschaften
> etc.
Das bildete nach 1989 den Löwenanteil der unkontrollierten Zuwanderung: gezielt angeworben durch die Regierungen Kohl/Genscher, Kohl/Möllemann und Kohl/Kinkel.
> > Ich sehe kulturellen Pluralismus positiver als
> > Monokulturen.
>
> Aber führt dieser "kulturelle Pluralismus" denn
> nicht letztlich zur Monokultur? Aufgrunddessen,
> dass die meisten Araber und Türken keinerlei
> Zugeständnisse hinsichtlich ihrer kulturellen wie
> religiösen Eigenschaften machen, gepaart mit dem
> Wegzug und dem Aussterben von Deutschen, gepaart
> mit der hohen Geburtenrate der ersteren. Das ist
> kein "kultureller Pluralismus", sondern lediglich
> ein Nebeneinander-Existieren mit
> Verdrängungseffekt.
Das müsste es nicht. Niemand hindert die autochthonen Deutschen, etwa so viele Kinder zu bekommen wie autochthone Schweden oder Iren.
> > > (und so
> > > die Ausländer auch noch dazu ermuntert, in
> > > Abgrenzung zu bleiben), den jungen
> > > Ausländischstämmigen mit einer positiven
> > deutschen
> > > Leitkultur eine richtungsweisende
> > > Identifikationsrichtlinie bietet.
> >
> > Gerne. Aber sind wir Deutschen uns über unsere
> > "Leitkultur" einigermaßen einig?
>
> Es muss zweifellos ein Bekenntnis zum
> aufgeklärten, christlich-jüdisch-abendländischen
> Werte- und Normvorstellungen geben.
Ja, einverstanden. Das sind i.W. die Werte des Grundgesetzes. Wer hier lebt, muss unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere liberale Gesellschaftsordnung usw. akzeptieren, d.h. für sich annehmen. Er kann durchaus konservative eigene Vorstellungen haben. Aber er muss akzeptieren, dass unsere Gesellschaft niemandem einen bestimmten Lebensentwurf vorgibt.
> > Richtig. Kein deutscher Vermieter in Marxloh
> oder
> > Offenbach war gezwungen, seine Wohnungen und
> Läden
> > durchweg an Ausländer zu vermieten. Auch das
> > Planungsrecht haben Deutsche gemacht.
>
> Genau, Deutsche habens versaut, richtig.
> Würde man Wohnungen jedoch bevorzugt an Deutsche
> vermieten, bzw. gewisse problematische
> Kulturkreise nicht, dann wäre man ruckzuck wieder
> mit dem Rassismus-Vorwurf konfrontiert.
Das ist mir völlig egal. Ich sagte bereits: Ich diskriminiere gerne, und zwar täglich. Selbstverständlich würde ich mit gewissen Leuten keine Verträge schließen.
> > Warum denn dadurch? Außerdem: Warum gründen
> viele
> > Ausländer eher Unternehmen als Deutsche gleich
> > geringer Qualifikation?
>
> Es sind doch immer die gleichen "Unternehmen":
> Wettbüros, Dönerbuden, Billig-Internetcafes... Die
> gewaltige Übersättigung führt dazu, dass sie sich
> gegenseitig unterbieten und alle nach und nach
> pleite gehen. So ein "Unternehmen" hält kaum 1
> Jahr.
Ich kenne etliche, die sich über Jahre etabliert haben. Aber auch Kurzzeit-Unternehmen sind besser als keine. Deutsche ohne Ausbildung gehen zur ARGE, Ausländer ohne Ausbildung trauen sich bisweilen etwas.
> > Dass unterschiedliche Stadtviertel von
> > unterschiedlichen Menschen bewohnt sind, war
> schon
> > immer so und ist an sich auch kein Problem.
> > Problematisch ist, dass zu viele Einwanderer
> nicht
> > integriert und/oder integrierbar sind.
>
> Und da besteht ein elemantarer Unterschied
> zwischen unproblematisch assimilierbaren
> Hugenotten und Polen und unaufgeklärten,
> islamischen Türken und Arabern.
Die Polen im Ruhrgebiet haben sich erst nach vielen Generationen assimiliert.
> Auch waren die
> Hugenotten hochgebildet...
Richtig - aber das ist nicht eine Frage der geographischen Herkunft, sondern der sozialen. Warum Deutschland seit 1957 v.a. schlecht bis gar nicht Qualifizierte gezielt angeworben hat, ist mir ein Rätsel.
> > ... die auch von Deutschen frequentiert werden
> und
> > deren Inhaber immerhin unternehmerische Power
> > haben.
>
> Siehe oben.
Ja.
> > > Manche Stadtteile in deutschen Großstädten
> sind
> > > nicht mehr "deutsch" - das steht heute schon
> > fest.
> >
> > Klar. Aber was "deutsch" ist, verändert sich
> auch.
> > Um 1880 war das Ruhrgebiet auch nicht deutsch,
> zur
> > Hugenottenzeit Berlin ebenfalls nicht.
>
> Also sollen die Ausnahmezustände in Neukölln und
> Kreuzberg irgendwann mal als "deutsch" durchgehen?
> Siehe "Assimilierung" und "Zugeständnisse" oben.
Selbstverständlich wird es irgendwann deutsche Quartiere mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit geben.
> > Stärker als heute, zweifellos. Das ist immer
> so,
> > wenn sich Bevölkerungsverschiebungen ergeben.
> Das
> > Ruhrgebiet war 1880 und 1920 und ist auch heute
> > noch stärker polnisch geprägt als 1810.
>
> Man sollte die Islamisierung nicht als gottgegeben
> und natürlich akzeptieren. Desweiteren ist dies ja
> nicht nur ein rein deutsches Phänomen, sondern
> eine Bedrohung für ganz Westeuropa. Das, wofür
> Europa steht, wird nicht mehr so sein, sollte man
> alles so fahrlässig sehen, wie Sie.
Ich stimme Ihnen doch zu, dass Deutschland ein viel stringenteres Ausländerrecht braucht. Aber nicht, um Muslime draußen zu halten (oder wieder raus zu bekommen). Sondern, um Nicht-Integrationsfähige oder -willige draußen zu halten (oder wieder raus zu bekommen).
> > Alle FDP-Anhänger, die ich persönlich gut
> kenne,
> > sind gut bis exzellent ausgebildete Frauen und
> > v.a. Männer zwischen 30 und 50, weltoffen und
> auch
> > gesellschaftspolitisch liberal. Die werden
> > allesamt keine vermufft nationalistische Partei
> > wählen.
>
> Ich will keine "vermufft nationalistische" Partei.
> Auch wenn Sie es nochmal 30mal sagen...
> Die Beschreibung Ihrer Bekannten trifft übrigens
> auf typische Grünen-Wähler zu.
Nein. Deren Lebensgefühl und Lebenswelt ist überwiegend ein anderes als das meiner Bekannten. Ich kann natürlich nicht für jeden sprechen. Aber für mich waren die Grünen nie wählbar - schon wegen ihres basisdemokratischen Fimmels und ihres einseitig ordnungsrechtlichen Verständnisses einer guten Umweltpolitik.
> > > Wieso sagen Sie "illiberal"? Ich spreche
> > weiterhin
> > > von Wirtschaftsfreundlichkeit,
> > > Leistungsorientierung, Weltoffenheit und
> > > Aufgeklärung. Dies eben nur gepaart mit
> > > Patriotismus und eindeutigen
> > > gesellschaftspolitischen Positionierungen.
> >
> > Also einer Abkehr vom Pluralismus, oder?
>
> Ist für Sie "Pluralismus" eine Umschreibung von
> Multikulti?
Nein. "Multikulti" à la Claudia Roth ist albern, lebensfremd und menschenfeindlich. Pluralismus ist für mich eine Umschreibung von Multikulturalität. In einer Monokultur würde ich nicht leben wollen.
> > > Derzeit
> > > hat die FDP keinerlei "Meinung" zu bestimmten
> > > Themenbereichen - oder folgt opportunistisch
> > den
> > > tonangebenden anderen Parteien.
> > >
> > > Ich weise nur darauf hin, dass diesbezüglich
> > noch
> > > Nachholbedarf besteht.
> >
> > Dass die FDP ihre Eigenständigkeit stärker
> betonen
> > sollte, finde ich auch. Aber ganz und gar nicht
> in
> > die Richtung, die Sie propagieren.
>
> Sondern? In Form einer Annäherung an die Grünen?
Nein.
> Sind Sie ein Befürworter der opportunistischen
> "Ampel"?
Nein. Ich war, als die SPD noch eine ernstzunehmende Partei war, ein Befürworter von Rot-Gelb. Derzeit halte ich nur Schwarz-Gelb-Schwarz - bei vielen Zweifeln im Einzelnen - für eine brauchbare Konstellation.
-------------------------------------------------------
> OliverK schrieb:
> --------------------------------------------------
> > "Multikulti" war niemals Staatsdoktrin. Im
> > Gegenteil: Es war viel zu lange Staatsdoktrin,
> > Deutschland sei kein Einwanderungsland (was
> > natürlich außer 1933-1945 immer Schwachsinn
> war).
> Deutschland ist kein "typisches Einwanderungsland"
> wie die USA, Kanada oder Australien - Länder mit
> weitesgehend ausgelöschten Bevölkerungsanteilen
> der Ureinwaohner. Dies ist bei Deutschland nicht
> der Fall (auch wenn mir durchaus die Einwanderung
> der Hugenotten, Polen usw. bekannt ist).
Deutschland ist ein Einwanderungsland anderen Typs. Nach Deutschland fand - von 1933 bis 1945 abgesehen - stets Einwanderung statt. Also ist Deutschland ein Einwanderungsland. Es fand auch zu fast allen Zeiten Auswanderung statt. Also ist Deutschland auch ein Auswanderungsland.
> > > und
> > > somit der weiteren unkontrollierten
> Zuwanderung
> > > Einhalt gebietet,
> >
> > Es kommt doch kaum noch jemand.
>
> Immer noch zuviel. Teil dieser unkontrollierten
> Zuwanderung ist sicherlich aber auch das
> Verschenken von deutschen Staatsbürgerschaften
> etc.
Das bildete nach 1989 den Löwenanteil der unkontrollierten Zuwanderung: gezielt angeworben durch die Regierungen Kohl/Genscher, Kohl/Möllemann und Kohl/Kinkel.
> > Ich sehe kulturellen Pluralismus positiver als
> > Monokulturen.
>
> Aber führt dieser "kulturelle Pluralismus" denn
> nicht letztlich zur Monokultur? Aufgrunddessen,
> dass die meisten Araber und Türken keinerlei
> Zugeständnisse hinsichtlich ihrer kulturellen wie
> religiösen Eigenschaften machen, gepaart mit dem
> Wegzug und dem Aussterben von Deutschen, gepaart
> mit der hohen Geburtenrate der ersteren. Das ist
> kein "kultureller Pluralismus", sondern lediglich
> ein Nebeneinander-Existieren mit
> Verdrängungseffekt.
Das müsste es nicht. Niemand hindert die autochthonen Deutschen, etwa so viele Kinder zu bekommen wie autochthone Schweden oder Iren.
> > > (und so
> > > die Ausländer auch noch dazu ermuntert, in
> > > Abgrenzung zu bleiben), den jungen
> > > Ausländischstämmigen mit einer positiven
> > deutschen
> > > Leitkultur eine richtungsweisende
> > > Identifikationsrichtlinie bietet.
> >
> > Gerne. Aber sind wir Deutschen uns über unsere
> > "Leitkultur" einigermaßen einig?
>
> Es muss zweifellos ein Bekenntnis zum
> aufgeklärten, christlich-jüdisch-abendländischen
> Werte- und Normvorstellungen geben.
Ja, einverstanden. Das sind i.W. die Werte des Grundgesetzes. Wer hier lebt, muss unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere liberale Gesellschaftsordnung usw. akzeptieren, d.h. für sich annehmen. Er kann durchaus konservative eigene Vorstellungen haben. Aber er muss akzeptieren, dass unsere Gesellschaft niemandem einen bestimmten Lebensentwurf vorgibt.
> > Richtig. Kein deutscher Vermieter in Marxloh
> oder
> > Offenbach war gezwungen, seine Wohnungen und
> Läden
> > durchweg an Ausländer zu vermieten. Auch das
> > Planungsrecht haben Deutsche gemacht.
>
> Genau, Deutsche habens versaut, richtig.
> Würde man Wohnungen jedoch bevorzugt an Deutsche
> vermieten, bzw. gewisse problematische
> Kulturkreise nicht, dann wäre man ruckzuck wieder
> mit dem Rassismus-Vorwurf konfrontiert.
Das ist mir völlig egal. Ich sagte bereits: Ich diskriminiere gerne, und zwar täglich. Selbstverständlich würde ich mit gewissen Leuten keine Verträge schließen.
> > Warum denn dadurch? Außerdem: Warum gründen
> viele
> > Ausländer eher Unternehmen als Deutsche gleich
> > geringer Qualifikation?
>
> Es sind doch immer die gleichen "Unternehmen":
> Wettbüros, Dönerbuden, Billig-Internetcafes... Die
> gewaltige Übersättigung führt dazu, dass sie sich
> gegenseitig unterbieten und alle nach und nach
> pleite gehen. So ein "Unternehmen" hält kaum 1
> Jahr.
Ich kenne etliche, die sich über Jahre etabliert haben. Aber auch Kurzzeit-Unternehmen sind besser als keine. Deutsche ohne Ausbildung gehen zur ARGE, Ausländer ohne Ausbildung trauen sich bisweilen etwas.
> > Dass unterschiedliche Stadtviertel von
> > unterschiedlichen Menschen bewohnt sind, war
> schon
> > immer so und ist an sich auch kein Problem.
> > Problematisch ist, dass zu viele Einwanderer
> nicht
> > integriert und/oder integrierbar sind.
>
> Und da besteht ein elemantarer Unterschied
> zwischen unproblematisch assimilierbaren
> Hugenotten und Polen und unaufgeklärten,
> islamischen Türken und Arabern.
Die Polen im Ruhrgebiet haben sich erst nach vielen Generationen assimiliert.
> Auch waren die
> Hugenotten hochgebildet...
Richtig - aber das ist nicht eine Frage der geographischen Herkunft, sondern der sozialen. Warum Deutschland seit 1957 v.a. schlecht bis gar nicht Qualifizierte gezielt angeworben hat, ist mir ein Rätsel.
> > ... die auch von Deutschen frequentiert werden
> und
> > deren Inhaber immerhin unternehmerische Power
> > haben.
>
> Siehe oben.
Ja.
> > > Manche Stadtteile in deutschen Großstädten
> sind
> > > nicht mehr "deutsch" - das steht heute schon
> > fest.
> >
> > Klar. Aber was "deutsch" ist, verändert sich
> auch.
> > Um 1880 war das Ruhrgebiet auch nicht deutsch,
> zur
> > Hugenottenzeit Berlin ebenfalls nicht.
>
> Also sollen die Ausnahmezustände in Neukölln und
> Kreuzberg irgendwann mal als "deutsch" durchgehen?
> Siehe "Assimilierung" und "Zugeständnisse" oben.
Selbstverständlich wird es irgendwann deutsche Quartiere mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit geben.
> > Stärker als heute, zweifellos. Das ist immer
> so,
> > wenn sich Bevölkerungsverschiebungen ergeben.
> Das
> > Ruhrgebiet war 1880 und 1920 und ist auch heute
> > noch stärker polnisch geprägt als 1810.
>
> Man sollte die Islamisierung nicht als gottgegeben
> und natürlich akzeptieren. Desweiteren ist dies ja
> nicht nur ein rein deutsches Phänomen, sondern
> eine Bedrohung für ganz Westeuropa. Das, wofür
> Europa steht, wird nicht mehr so sein, sollte man
> alles so fahrlässig sehen, wie Sie.
Ich stimme Ihnen doch zu, dass Deutschland ein viel stringenteres Ausländerrecht braucht. Aber nicht, um Muslime draußen zu halten (oder wieder raus zu bekommen). Sondern, um Nicht-Integrationsfähige oder -willige draußen zu halten (oder wieder raus zu bekommen).
> > Alle FDP-Anhänger, die ich persönlich gut
> kenne,
> > sind gut bis exzellent ausgebildete Frauen und
> > v.a. Männer zwischen 30 und 50, weltoffen und
> auch
> > gesellschaftspolitisch liberal. Die werden
> > allesamt keine vermufft nationalistische Partei
> > wählen.
>
> Ich will keine "vermufft nationalistische" Partei.
> Auch wenn Sie es nochmal 30mal sagen...
> Die Beschreibung Ihrer Bekannten trifft übrigens
> auf typische Grünen-Wähler zu.
Nein. Deren Lebensgefühl und Lebenswelt ist überwiegend ein anderes als das meiner Bekannten. Ich kann natürlich nicht für jeden sprechen. Aber für mich waren die Grünen nie wählbar - schon wegen ihres basisdemokratischen Fimmels und ihres einseitig ordnungsrechtlichen Verständnisses einer guten Umweltpolitik.
> > > Wieso sagen Sie "illiberal"? Ich spreche
> > weiterhin
> > > von Wirtschaftsfreundlichkeit,
> > > Leistungsorientierung, Weltoffenheit und
> > > Aufgeklärung. Dies eben nur gepaart mit
> > > Patriotismus und eindeutigen
> > > gesellschaftspolitischen Positionierungen.
> >
> > Also einer Abkehr vom Pluralismus, oder?
>
> Ist für Sie "Pluralismus" eine Umschreibung von
> Multikulti?
Nein. "Multikulti" à la Claudia Roth ist albern, lebensfremd und menschenfeindlich. Pluralismus ist für mich eine Umschreibung von Multikulturalität. In einer Monokultur würde ich nicht leben wollen.
> > > Derzeit
> > > hat die FDP keinerlei "Meinung" zu bestimmten
> > > Themenbereichen - oder folgt opportunistisch
> > den
> > > tonangebenden anderen Parteien.
> > >
> > > Ich weise nur darauf hin, dass diesbezüglich
> > noch
> > > Nachholbedarf besteht.
> >
> > Dass die FDP ihre Eigenständigkeit stärker
> betonen
> > sollte, finde ich auch. Aber ganz und gar nicht
> in
> > die Richtung, die Sie propagieren.
>
> Sondern? In Form einer Annäherung an die Grünen?
Nein.
> Sind Sie ein Befürworter der opportunistischen
> "Ampel"?
Nein. Ich war, als die SPD noch eine ernstzunehmende Partei war, ein Befürworter von Rot-Gelb. Derzeit halte ich nur Schwarz-Gelb-Schwarz - bei vielen Zweifeln im Einzelnen - für eine brauchbare Konstellation.
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